Zusammenfassung Monitoring-Dialog - 18.05.2015

Die Firma Waliki hat am 18.05.2015 im Rahmen des Monitorings des Fair-Bands den Dialog durchlaufen. Nach einer ausführlichen Selbstdarstellung, in der auf die Umsetzung der einzelnen WFTO-Kriterien eingegangen wurde, begann der eigentliche Dialog mit Fragen aus dem Gremium und anschließend dem gesamten Publikum.

Referent Waliki: Martin Schwark

Die deutsche Waliki GmbH gehört zu 50% dem bolivianischen gemeinnützigen Verein Takechuima, welcher die Strickwaren in Bolivien herstellen lässt und nach Deutschland zu Waliki und zu einem anderen Partner in den USA exportiert. Die restlichen 50% teilen sich der deutsche Geschäftsführer Martin Schwark und zwei weitere Personen aus dem Unterstützerkreis von Waliki.

Takechuima zahlt den Strickerinnen einen festen Lohn. Dieser richtet sich nach einem unabhängig ermittelten Warenkorb, welcher von den unabhängigen Organisationen Cedla und Jubileo bestimmt wird. Alle Strickerinnen und Takechuima zahlen in die Sozialversicherung und Rentenkasse ein und sind versichert.

Der Umsatz von Waliki in Deutschland verteilt sich auf die Bereiche Private Labeling, Einzelhandel (Geschäft in Hildesheim) und Großhandel. Unter letzteren Bereich fallen auch die Weltläden, welche 20% des Umsatzes ausmachen. Die Jahreshauptversammlung von Waliki hat 2013 mit den Stimmen aus Bolivien beschlossen, sich verstärkt auf die Weltläden zu konzentrieren. Eine Entscheidung, die Einschränkungen mit sich bringt, da in den Weltläden klare Preislimits existieren und hochwertige und -preisige Artikel wie Alpakapullover dort nur schwer zu einem angemesseneren Preis verkauft werden können. Wie mit diesem Beschluss umgegangen wird und wie er die Strategie Walikis beeinflusst, ist eine der große Herausforderungen vor denen das Unternehmen aktuell steht. Weitere Herausforderungen sind:

  • den Gründerwillen von 1992 in Bolivien und in Deutschland zu erhalten und Führungspersonal zu finden, dass die Geschäfte mit derselben Energie und Überzeugung weiterführt.
  • Möglichkeiten der Eigenfinanzierung zu finden, da die Vororder immer weniger wird und gleichzeitig die Ware komplett vorfinanziert werden muss. Hier wurde über die Idee von Investoren und stillen Teilhabern gesprochen
  • Die Wertschöpfung bis zum Rohprodukt fair zu gestalten, eine Aufgabe die im Alpaka-Geschäft sehr schwer ist, aufgrund der monopolartigen Stellung der Wolllieferanten.
  • Der Rückzug von Martin aus dem täglichen Geschäft und die Schaffung einer neuen Struktur Walikis, bzw. die Einbettung Walikis in eine größere, bestehende Firma.

Für weitere Informationen zum Dialog mit der Firma Waliki wenden Sie sich bitte direkt an den
Fair-Band oder an die Mitglieder des Gremiums (kursiv).

Teilnehmer der Dialogs:

  • Nicola Krümpelmann (Weltladen Bornheim)
  • Sarah Kreuzberg (Weltladen Dachverband)
  • Agnes Römer (Weltladen Bad Nauheim)
  • Simeon Ries (Weltladen Mainz)
  • Sandeep Morthala (Kalakosh)
  • Brigitte Brugger (Feluka)
  • Edith Malzer (Karma Fair Trade)
  • Jürgen Herold (Frida Feeling)
  • Martin Schwark (Waliki)
  • Matthias Pieper (mariposa)

Zusammenfassung von Matthias Pieper.

Weitere Infos zu Waliki

 

www.waliki.de

Save the date!

Der Fair-Band lädt alle Fairhandels-Interessierten am 16.09. nach Mannheim ein.


Zum Start in die Faire Woche wird dort der öffentliche Teil unserer zweiten Dialogphase als Teil des Fair-Band Monitorings stattfinden.


Fünf Mitglieder aus dem Fair-Band stellen sich in einer Podiums-      diskussion den Fragen der Experten und der Zuhörer.

Kontakt

 

Fair-Band -

Bundesverband für fairen Import und Vertrieb e.V.
Danckelmannstr. 19
14059 Berlin

 

+49 (0) 30 31505663

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